EU-Kommission beschwichtigt
Unterdessen versucht die EU-Kommission zu beruhigen. Eine Sprecherin betonte, es gebe bisher keine Hinweise auf Treibstoffmangel. Sie räumte allerdings auch ein, dass es “insbesondere bei Flugkraftstoffen in der nahen Zukunft zu Versorgungsengpässen” kommen könne.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche betonte, in Deutschland sehe sie bislang keine drohende Knappheit von Flugzeugtreibstoff. Die Sorgen könne sie nicht bestätigen, sagte sie. “Kerosin wird übrigens auch in deutschen Raffinerien produziert”, die deutsche Wirtschaft sei also nicht nur von Importen abhängig.
Das erinnert mich zunehmend an den Februar 2020:
“Eine Pandemie? Was für eine Pandemie?”
“He Spahn, kann nicht der Spezi von deinem Neffen ein paar Masken liefern? Wir lassen uns auch nicht lumpen!”

Ich habe es im englischen Teil drüben ja schon geschrieben. Wenn wir wirklich auf eine Kerosinknappheit zustoßen, wäre es natürlich total sinnvoll, jetzt mit der Rationierung anzufangen. Es gibt bekannterweise Flüge, die sinnvoll sind (dein lokaler Rettungshubschrauber etwa) Und es gibt Flüge, die eher weniger sinnvoll sind (irgendein Privatjet oder der Sauflieger nach Malle). Es wäre sinnvoll, jetzt bereits Kerosin zu sparren.
Mit Einsparmaßnahmen hätte man eigentlich vor vier Wochen beginnen sollen.
Stattdessen wurde durch die Freigabe der strategischen Ölreserven exakt das Gegenteil getan, nämlich unverminderter Weiterverbrauch subventioniert.
This is fine.
Hauptsache Friedrich kann noch mit dem Privatjet fliegen, der Rest ist doch egal.



